Krankheitsdiagnose im Vergleich zur Entwicklung und Entfaltung

 

Übersetzt aus dem Englischen. Originalversion von Dr. Lawrence Wilson (www.drlwilson.com: Diagnosing Disease vs. Development)

 

Alle Informationen in diesem Artikel dienen nur für Bildungszwecke. Sie sind nicht für die Diagnose, Behandlung , Verschreibung oder Heilung von Krankheiten oder Gesundheitszuständen gedacht.

 

Zusammenfassung

 

Dieser Artikel vergleicht zwei verschiedene Ansätze im Gesundheitswesen. Sie sind:

 

1. Der vorherrschende medizinische und holistische Ansatz. Ich nenne diesen Ansatz Diagnose und Behandlung der Krankheit.

2. Der Entwicklungs-und Entfaltungsansatz von Nutritional Balancing. Ich werde diesen Ansatz 

“auf den goldenen Pfad treten“ nennen.

Der Zweck dieses Artikel ist nicht den einen oder den anderen Ansatz zu kritisieren. Das Ziel ist es, ein Verständnis herzustellen, wie unterschiedlich die Ansätze sind, so dass Sie sich entscheiden können, welcher Sie am meisten interessiert.

 

Die Prämisse der Diagnose und Behandlungsmentalität ist, dass, wenn man krank wird, man von einem Krankheitsbild heimgesucht, attackiert, oder schikaniert wird. Die Aufgabe des Arztes ist, das Krankheitsbild zu identifizieren, es zu entfernen oder es zu heilen.

Die Prämisse der Entwicklungs-und Entfaltungsdenkweise ist, dass, wenn man sich nicht wohl fühlt, man sich nicht auf dem richtigen Lebenspfad bewegt. In diesem Falle ist die Aufgabe des Arztes, Heilpraktikers oder Nutritional Balancing Consultant, den Klienten in die Richtung des Pfades zur Selbstheilung und Entwicklung und Entfaltung zu führen.  Wenn dies geschieht, verschwinden die Symptome.

 

Die vorhergegangenen Annahmen dieser Ansätze

 

Das Diagnose- und Behandlungsmodell des modernen Gesundheitssystems basiert auf einer Annahme, dass der Mensch sich auf dem richtigen Lebenspfad bewegt. Die Aufgabe des Arztes ist lediglich Blockaden, die der Person im Wege sind (auch “Krankheit” genannt), zu entfernen.

 

Die Annahme, auf der Nutritional Balancing basiert, ist, dass sich die Person entweder auf dem falschen Lebenspfad bewegt oder auf keinem. Die Aufgabe des Nutritional Balancing Practitioners ist es, seinen Klienten auf den goldenen Pfad von Gesundheit, Weisheit und langem Leben zu führen. Ich möchte wiederholen, dass Krankheiten sich von alleine auflösen wenn man sich auf diesem Pfad befindet.

 

Der schulmedizinische Ansatz: der Heilungsansatz von Schulmedizinern, Homöopathen, Heilpraktikern und den meisten ganzheitlichen Heilern ist, die Krankheit zu diagnostizieren oder zu identifizieren. Dann verschreibt, behandelt, oder heilt der Arzt dieses im Wege stehende Krankheitsbild. Das Wort“ heilen“ (auf Englisch “to cure”) bedeutet entfernen. Ein damit verwandtes Wort ist “Kürretage”, was soviel wie “das Entfernen von schlechtem Gewebe mit einem löffelartigen Instrument, das sich Kürette nennt” bedeutet.

 

Der Entwicklungs-und Entfaltungsansatz: dieser Ansatz der Heilung ist sehr anders. Zu allererst empfiehlt der Nutritional Balancing Berater für jeden die selbe Diät, den selben Lebensstil, Nahrungsergänzungsmittel und Heilungspraktiken. Dieses ist die Basis des goldenen Pfades hin zur Gesundheit, der Entwicklung und Entfaltung.

 

Für eine präzisere und schnellere Entwicklung und Entfaltung kann der Klient eine Haaranalyse anfordern. Mit Hilfe der Ergebnisse kann der Nutritional Balancing Berater die Ernährung, den Lebensstil, die Nahrungsergänzungsmittel und Heilungspraktiken verfeinern. Somit gelangt der Klient schneller auf diesen goldenen Pfad. Mit diesem Ansatz werden Krankheiten, Diagnose, Behandlung, Verschreiben von Medikamenten und Heilen im schulmedizinischen Sinne nicht betrachtet. Der Grund ist, dass Erkrankungen sich von alleine regulieren wenn man sich entfaltet und gedeiht. Diese voneinander unterschiedlichen Ansätze haben rechtliche und auch andere Konsequenzen.

 

Um als Klient und Nutritional Balancing Berater erfolgreich zu sein ist es nötig, die Unterschiede zwischen Nutritional Balancing und anderen gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen zu unterscheiden. “Andere“ bedeutet Schulmedizin so wie andere holistische und ganzheitliche Ansätze wie zum Beispiel Homöopathie, Kräuterheilkunde, funktionale Medizin und Ähnliches. Um zwischen diesen zu unterscheiden, muss man die Philosophie hinter jedem dieser Ansätze verstehen. Dies ist schon oben in diesem Artikel behandelt worden und somit werde ich es nicht wiederholen. Stattdessen lassen Sie uns tiefer in das Thema Diagnose von Krankheiten einsteigen:

 

Schulmedizinische Definition der Diagnose: 

 

  1. Die Fähigkeit eine Krankheit von einer anderen zu unterscheiden. 
  2. Die Bestimmung der Art oder Beschaffenheit der Krankheit ( aus Dorland's Illustrated Medical Dictionary, 25. Ausgabe).

 

Das Wort Diagnose stammt aus dem lateinischen “ dia“ was “zu unterscheiden“ bedeutet und dem Wort “gnosis“ was “wissen oder lernen” bedeutet. In der Schulmedizin führt man Untersuchungen durch um eine Diagnose zu machen. Dies ist ein wichtiger Aspekt. Sofern es keine Untersuchung gab, hat man auch keine Diagnose gegeben, obwohl man vielleicht ähnliche Worte benutzt. Zum Beispiel muss man einen Insulin-Toleranztest durchführen um Hypoglykämie diagnostizieren zu können. Wenn man eine Haaranalyse durchführt, kann man keine Hypoglykämie diagnostizieren, auch wenn viele Anzeichen bei dem Ergebnis der Haaranalyse darauf hinweisen könnten.

 

Eine lockere, nicht medizinische Definition: Einige Menschen benutzen das Wort Diagnose und meinen damit eine Art von Bewertung. Zum Beispiel kann man ein Geräusch in einem Auto diagnostizieren. Hier bedeutet das Wort Diagnose vielleicht, dass man das Auto untersucht und vielleicht eine leere Flasche findet, die auf dem Hintersitz das Geräusch ausgelöst hat. Dies allerdings ist nicht die Definition des Wortes wie es im Gesundheitswesen benutzt wird. Einige meiner Freunde, die Ärzte sind, benutzen auch das Wort Diagnose sehr frei. Zum Beispiel sagen Sie mir “Ich habe einen hohen Kupferanteil diagnostiziert“ und“ Ich habe den hohen Kupferanteil behandelt“. Das Problem damit ist, dass ein hoher Kupferanteil an sich keine anerkannte Krankheit ist. Es ist einfach und alleine ein Laborwert der mit vielen Krankheiten in Verbindung gebracht werden kann. Wenn ein hoher Kupferanteil keine Krankheit ist, dann liegt auch keine Diagnose vor. Ein hoher Kupferanteil kann identifiziert werden aber ist es nicht dasselbe wie eine medizinische Diagnose.

 

Krankheit

 

Sie merken vielleicht das die Idee der Krankheit bei der obigen Definition im Vordergrund steht. Lassen Sie uns diesen Ansatz etwas genauer betrachten.

 

Definition des Wortes Krankheit: Ein bestimmter Krankheitsprozess, der gewisse Eigenschaften von Symptomen aufzeigt. Es kann den gesamten Körper oder Teile des Körpers betreffen, und seine Ursache, Pathologie und Prognose kann bekannt oder unbekannt sein ( aus Dorland's Illustrated Medical Dictionary, 25. Ausgabe).

 

Die Idee von Krankheitsbildern  - sie finden, behandeln und verschwinden lassen, auch“ heilen“ genannt, ist der Kernpunkt der Schulmedizin und auch vieler anderer ganzheitlicher Heilmethoden.

 

Das Nutritional Balancing Paradigma

 

Der Heilansatz beim Nutritional Balancing ist ziemlich anders. Krankheit und Diagnose sind fast ganz unwichtig. Was wichtig ist, ist die Ernährung, der Lebensstil, Nahrungsergänzungsmittel und Verfahren, um den Klienten so weit wie möglich in die Richtung der Entwicklung und Entfaltung zu bewegen. Es ist nicht wichtig, ob der Klient eine schwere Krankheit hat oder sich komplett gesund fühlt. Für Schulmediziner ist dies ein sonderbarer Ansatz, da die Idee der Diagnose und Krankheitsbehandlung in ihnen so tief verwurzelt ist. Dieser Grund verhindert viele, sich intensiver mit Nutritional Balancing zu befassen oder es selbst auszuprobieren.

 

Beurteilung und Bewertung als Teil des Schulmedizinischen Paradigma

 

In dem Wort “ Unwohlsein“ ist eine Bewertung versteckt, weil das Wort un-wohl als meistens als schlecht beurteilt wird. Nutritional Balancing hat einen anderen Ansatz. Wir versuchen, mineralische Ungleichgewichte, die auf der Haaranalyse erscheinen, nicht zu beurteilen oder zu bewerten.

Ein Verhältnis der Mineralstoffe kann hoch oder niedrig sein, aber wir bewerten es nicht als gut oder schlecht. Stattdessen betrachten wir es als die beste Antwort die der Körper produzieren kann, wenn er Stress, Mangelerscheinungen und anderen Faktoren ausgesetzt ist. Das gesamte Körpersystem reagiert so gut es kann.

 

 

Vorteile einer Diagnose

 

Eine Diagnose ist gut in einigen Fällen wie zum Beispiel einem gebrochenen Bein oder bei akuten Symptomen einer Lungenentzündung.

 

Probleme einer Diagnose

 

Ungenauigkeit. Oftmals sprechen Leute ungenau von einer medizinischen Diagnose. Zum Beispiel sagt jemanden mit schmerzenden Gelenken:“ Ich habe Arthritis“, obwohl diese Person noch nicht bei einem Arzt war und die nötigen Untersuchungen durchgeführt hat, um eine Diagnose zu stellen.

Faulheit. Manchmal war eine Patient bei einem Arzt aufgrund von Gelenkschmerzen, aber der Arzt hat nicht alle Tests durchgeführt, die zu einer Diagnose nötig wären. Er oder sie hatte keine Zeit, wollte Geld sparen oder war sich nach dem Gespräch mit dem Patienten sicher, dass er Arthritis hat.

Falsche Diagnose. Es gibt auch Situationen, bei denen ein Patient mit Gelenkschmerzen zum Arzt geht und der Arzt alle notwendigen Untersuchungen durchführt. Es kann aber auch sein, dass trotz der Untersuchungen ein Arzt aus Versehen ein Problem falsch identifiziert. Dies passiert bei einigen medizinischen Symptomen und Krankheiten bis zu 50% der Zeit. Einige Zustände, wie Krebs, kann andere Krankheiten nachahmen oder sind einfach schwierig zu diagnostizieren.

 

Kein Erzielen von Gesundheit. Krankheiten diagnostizieren und heilen ist nicht dasselbe wie die Gesamtheit aufzubauen. Es ist eher ein Beseitigungsprozess und nicht ein Aufbauprozess. Aber die meisten Menschen müssen ihre Gesundheit heutzutage aufbauen. Dies ist wohl das schlimmste Problem mit dem heutigen Paradigma der Diagnose und Behandlung.

 

Vorteile des Entwicklungs-und Entfaltungsmodells

 

Dieses Modell der Gesundheitsvorsorge funktioniert viel besser für chronische Krankheiten und viele andere Zustände. Außerdem braucht man sich keine Sorgen über eine fehlerhafte oder sogar komplett fehlende Diagnose.

 

Probleme mit dem Entwicklungs-und Entfaltungsmodell

 

Dieser Ansatz ist nicht ideal im Falle von Operationen, Traumata und einigen anderen Gesundheitszuständen.

 

Was ist Stress?

Wir alle wissen, was Stress ist. Wir alle wissen, wie er sich anfühlt.  Aber was ist Stress wirklich? Und wie beeinflusst er unseren Körper und unser Wohlbefinden?

 

Stress ist die Reaktion des Körpers auf Reize. Stimulierungen sind Stoffe oder Erfahrungen, die notwendig erscheinen, aber nicht erforderlich sind. Wenn durch einen Reiz eine Stressreaktion im Körper auslöst wird, verändert sich das biochemische Gleichgewicht. Der Körper versucht daraufhin, sich den Veränderungen anzupassen,  zu kompensieren um seine Integrität zu halten.

 

Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf diesen Ablauf werfen. Es gibt viele verschiedene Ursachen, die eine Stress-Reaktion in uns auslösen. Allerdings hängt weitgehend von unserem Temperament und unserer aktuellen Biochemie ab, wie die einzelne Person auf diesen Stress reagiert. Einige Reize sind extern (extreme Hitze, Kälte, Lärm, Verkehr, Zug verpassen, Ärger mit Mitmenschen, etc.), während andere intern sind (akute oder chronische Infektionen, toxische Metalle, die unser Körper reizen, Mineralstoffmangel). Ein weiterer Bereich, der eine Stressreaktion verursacht, ist mit unseren Gedanken und Überzeugungen verbunden.  Negative Gedanken und falsche Einstellungen (finanzielle Sorgen, Wut, Groll, nicht in der Lage zu sein, zu vergeben, Schuldgefühle, Hilflosigkeit, Über- oder Unterlegenheit) können als interne oder externe Stimulation die Biochemie des Körpers beeinflussen.

 

Egal, welche Art von Stress wir erleben, die Reaktion des Körpers ist immer die gleiche und sehr mechanisch. Die uralte Kampf-oder-Flucht-Reaktion, von der wir alle gehört haben, ist wie eine Welle, die an Land kommt und uns hilft, mit der Bedrohung fertig zu werden. Wenn die Gefahr vorüber ist, ebbt sie wieder ab. In der heutigen Welt sind wir jedoch ständig Reizen ausgesetzt, und die Stressbewältigung läuft ohne Pause und Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, ab.

 

Dr. Hans Selye (1907-1982) schrieb über 1.700 Papiere und 39 Bücher über das Thema Stress. Seine Arbeiten wurden in 362.000 wissenschaftlichen Arbeiten zitiert. Er ist Mitglied der Canadian Medical Hall of Fame. Seine Untersuchungen ergaben, dass alle Tiere und Menschen auf Angriff oder Bedrohung in einer präzisen mathematischen Art und Weise reagieren, und dass die Antwort die gleiche ist, unabhängig von der Art von Stress. Es gibt auch keinen Unterschied zwischen Tieren oder Menschen. Nach ihm wurde das "General Adaptation Syndrome", benannt. Dr. Selye erkannte, dass Menschen oder Tiere nicht von Tausenden von verschiedenen Krankheiten geplagt werden, sondern dass fast alle Krankheiten als Variationen einer der drei Stufen von Stress definiert werden konnten. Dr. Selye definiert sie als "Alarmstufe", " Widerstandsstufe" und            "Erschöpfungsstufe".  Alle Krankheitssymptome sind das Resultat der Anpassung des Körpers an die Stresssituation.

 

Lassen Sie uns dies in Erwägung ziehen. Wenn Stress von unserer Erfahrung, Erinnerung und unserem Körper entfernt würde, würden sich die Symptome dann auflösen? Ja. Und das ist der Punkt, an dem "Teleologie" ins Spiel kommt. Die Teleologie ist die fest programmierte Absicht des Körpers, sich auf einer konstanten Basis zu heilen und zu erneuern. Dies geschieht jeden Tag, ohne dass wir diesem Phänomen viel Aufmerksamkeit schenken. Unser Blut und alle Zellen werden ständig erneuert. Wenn wir uns geschnitten haben, heilt die Wunde alleine, ohne zusätzliche Hilfe von uns. Auch wenn wir uns einer Operation unterziehen, heilt nicht der Arzt die Wunde sondern unser Körper. Also, warum betrachten wir den Körper als eine Kommode mit vielen Schubladen, die unabhängig von einander fungieren und separat betrachtet werden müssen? Dieser Ansatz ist komplett falsch. Der Körper muss als Ganzheit betrachtet werden.  Wäre es nicht sinnvoll, die Ursache für das Problem zu beheben? Ja!  Wenn wir inneren und externen Stress entfernen und unserem Körper geben, was er wirklich braucht (was vielleicht davon abweicht, was Sie gerne essen, trinken und tun möchten), erfolgt die Regeneration. Unser Körper braucht Lebensmittel mit hoher ätherischer Energie (gekochtes Gemüse, etwas tierisches Protein, geringen Mengen an komplexen Kohlenhydraten und hochqualitative Fette),  Quellwasser, Nahrungsergänzungsmittel, Unterstützung bei der Entgiftung und viel Ruhe um sich zu heilen zu können.

 

Wird der interne Stress aus dem Körper entfernt,  sind wir in der Lage, auch die äußeren Reize, auf die wir unter Umständen keinen Einfluss haben, effektiver zu verarbeiten. Jeder kennt das: man kann besser mit quengeligen Mitmenschen umgehen, wenn man selbst fit und ausgeruht ist. So wird die gesamt Stressbelastung reduziert.